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19. November 2011
Heute ist DER Tag !! Der Tag an dem wir die Wave bezwingen. Drei Monate vorher haben wir an einer Auslosung für die begehrten Permits, den Eintrittskarten, bemüht. Leider nicht gewonnen. Es dürfen jeden Tag nur 20 Personen dorthin wandern. Einige Zeit später hat man nochmal die Chance an die Permits zu kommen. Petra macht das von Köln aus, weil man schnell sein muß und wir nur einen langsamen Internetzugang haben. Wir bekommen die Permits und ich freue mich riesig. Erny hat gehofft, der Kelch gehe an ihm vorbei… Er läuft ja nicht so gerne.
Wir kaufen uns erst Marschproviant, dann fahren dann die 89 Richtung Westen. Wir finden die Einfahrt und fahren meilenweit über eine unbefestigte Straße bis zum Parkplatz. Brav tragen wir uns in das Buch ein, daß am Trail ausliegt. Wir wollen ja schließlich gerettet werden, wenn wir uns verlaufen.
Mit den Eintrittskarten kam eine Karte, der sich Erny als annimmt. Dort sind Fotos mit Punkten, die wir anlaufen müsen, abgedruckt. Als 1a Kartenleser läuft er immer vorweg… Toll ! Wenn ich irgendwo liegen bleibe, wird er es warscheinlich erst Stunden später merken. Obwohl... ich schnaufe wie eine Dampflock, er hört mich ! Der Weg beginnt durch ein Flußbett und ich finde es gar nicht besonders anstrengend. Später laufen wir durch Sand, über Dünen, Hügel und Berge hoch und runter. Ich falle hin, rappel mich wieder auf und überlege, welcher Teufel mich geritten hat, als Bewegungslegastheniker hier zu wandern.
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Auf allen Vieren krieche ich Berge hoch, habe das Gefühl am Ende meiner Kräfte zu sein. Was mache ich hier ? Erny hat eine erstaunlich gute Kondition, die Kraft über mich zu lachen und zieht mich an meinem Wanderstock nach oben. Aber ich will unbedingt da hin ! Nach 2 Stunden kommen wir zur Wave. Von oben, weil wir irgendwo falsch gelaufen sind. Wir machen eine Pause, Erny muß etwas essen. Wir sitzen da auf den Steinen, ich schaue runter zur Wave und denke, naja, schön, aber warum machen da alle so ein Wind drum. Später erst kommt unsere Begeisterung auf.
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Wir überlegen, wo wir schon einmal hier oben sind, werden wir die Second, die zweite, Wave suchen. Petra hat mir den Weg beschrieben. Am Hamburger hoch und dann immer weiter. Die Second Wave ist wunderschön. In der Sonne schimmern die Farben der Sandsteinformationen in verschiedenen Gelb- und Orangetönen. Außer uns sind noch zwei andere Leute mit einem Hund da. Wir machen jede Menge Fotos. Es ist windig und der Sand knirscht zwischen den Zähnen. Erny geht noch etwas weiter abwärts. Ich habe keine Lust den Berg wieder hoch zu laufen.
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Nach einer Weile gehen wir zurück zur ersten Wave. Wir gehen jetzt runter in die Welle hinein und sehen nun das ganze Ausmaß. Gigantisch ! Wir sind beeindruckt. Ein älteres Ehepaar ist auch dort. Es ist ihr dritter Anlauf hierher zu kommen. Immer war das Wetter schlecht. Was haben wir ein Glück, daß es heute so schön sonnig ist und mit ca. 15°-17°C wohltemperiert. Wir fotografieren uns gegenseitig.
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Jeder Stein ist fotogen und so verbringen wir viel Zeit mit fotografieren. Dann ist es Zeit zurück zu gehen. Diesmal wählen wir einen anderen Weg und sind nach 1,5 Stunden zurück am Auto. Die letzten Kilometer werden zur Qual für mich. Meine Knie tun so weh, daß ich kaum laufen kann. Ich funktioniere. Aber ich quängel nicht, es war ja meine Idee hierher zu gehen. Ich freue mich als endlich das Auto in Sicht kommt. Sitzen !
In Page habe ich ein Zimmer in Kanab gebucht. Über Priceline das Victorian Inn. Wir kommen dort an, ziemlich dreckig, ich kann immer noch nicht schmerzfrei laufen. Das Hotel ist schön, eben viktorianisch. Der nette junge Mann an der Rezeption erklärt uns wo der Fitness-Raum ist. Ich kann ihn nur noch gequält ansehen… ich bin froh, daß ich mein Leben habe…
Das Zimmer ist gemütlich und wir freuen uns auf eine Dusche. An der Rezeption frage ich, ob sie eine Empfehlung für ein Restaurant haben. Wir haben gesehen, daß fast alle Läden geschlossen sind. Es ist keine Saison. Einen Block weiter ist Spur, ein Grill. Er gibt uns noch einen Gutschein mit 10% Nachlaß mit. Ich schleppe mich dahin, aber es geht schon wesentlich besser. Spur wäre rein äußerlich nicht unsere erste Wahl gewesen, aber Ernys Steak und mein Hamburger schmecken sehr gut. Am Nachbartisch sitzen 3 ältere Frankfurter, mit denen wir uns unterhalten.
Dann freuen wir uns auf unser Bett. Ich schlafe ruck zuck ein.
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